Malu Halasa – Faszinierende und surreale Kultur-Crashs

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ELSTERHalasaMutterSchweinePORTRAITcOmidSalehi
  • Das so tragische wie komische Portrait der Familie des einzigen Schweineschlachters der Levante
  • Drei Generationen von Frauen und eine patriarchale Ordnung, die in Zeitlupe verfällt 
  • Faszinierende und surreale Kultur-Crashs im Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen

Der christliche jordanische Armeeoffizier Hussein Sabas versucht nach der Pensionierung sein Glück als einziger Schweineschlachter der Levante und verkauft alle Arten von Koteletts, Würsten und Schinken – sehr zum Leidwesen seiner rechtgläubigen muslimischen Nachbarn. Hussein lebt in einem von Frauen dominierten Haushalt in einer kleinen jordanischen Grenzstadt: Da ist seine Schwiegermutter Fadhma, die über die Familie und ihre Geheimnisse wacht; seine Frau Laila, die auf ihre Träume verzichtete und sich bemüht, nicht in Bitterkeit zu versinken; seine junge Schwester Samira, die sich insgeheim einer Gruppe syrischer Aktivistinnen anschließt; seine Nichte Muna, die zum ersten Mal aus den USA zu Besuch ist und sich schnell mit Samira anfreundet. 

Husseins Schweinefarm, die Ankunft eines mysteriösen jungen Soldaten, der einst unter ihm diente, und Samiras politisches Engagement erschüttern das empfindliche Gleichgewicht des Haushalts und zwingen den Sabas-Clan zu dramatischen Entscheidungen. 

Malu Halasa erzählt aus wechselnden Perspektiven die Geschichte dreier Generationen von Frauen und verwebt virtuos die ungleichen Wege, die sich die Frauen entlang der engen kulturellen Grenzen und dramatischen politischen Realitäten des Nahen Osten bahnen. Religion und Politik, Flucht und Exil, Sinn und Irrsinn prägen diesen Roman, der – wie der Nahe Osten – vom Gewicht der Geschichte und der Erinnerung durchdrungen ist.

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